
Am 3. Dezember fand im Rahmen des Projekts Sensorisierte Chirurgie der erste Forschungsretreat statt. Die HNO-Klinik des Universitätsklinikums Jena lud alle Projektpartner zu einem gemeinsamen Tag in die Labore der AG Klinische Biophotonik ein. Ziel war es vor allem, die Arbeitsprozesse des HNO-Teams für das Projekt erlebbar zu machen und den Projektpartnern – insbesondere den beteiligten Promovierenden – einen praxisnahen Einblick zu geben.
Ein interaktiver Start: Kennenlernen und Austausch
Der Tag begann mit einer Einführung in die Laborumgebung sowie einer Sicherheitsbelehrung für die Arbeit an den Geräten. Eine interaktive Kennenlernrunde bot anschließend die Möglichkeit, dass sich die Projektpartner – und besonders die PhDs – intensiver austauschen und vernetzen konnten. Dieser persönliche Austausch legte eine wichtige Grundlage für die spätere Gruppenarbeit und stärkte das Verständnis für die Perspektiven der jeweils anderen Teams.
Vier Stationen – ein umfassender Einblick in die Arbeit der HNO im Projekt
Im Mittelpunkt des Retreats standen vier thematische Stationen, die stellvertretend zentrale Arbeitsschritte des HNO-Teams im Projekt präsentierten. Die Teilnehmenden konnten diese Prozesse nicht nur beobachten, sondern selbst aktiv kennenlernen:
1. Dünnschnitt-Herstellung
Herstellung hochqualitativer Gewebeschnitte mittels Mikrotom und Kryotom sowie Erkennen typischer Artefakte.
2. B-SRS-Messungen (CORAL)
Durchführung von Messungen an vorbereiteten Proben und praktische Einführung in die Auswertung der Spektren.
3. H&E-Färbung
Färben und Mikroskopieren von FFPE- und Kryoschnitten – ein grundlegender Schritt für die visuelle Gewebeanalyse.
4. Annotationstraining
Gemeinsame Analyse und Annotation von Gewebeschnitten als Vorbereitung für KI-gestützte Auswertungen.
Ein Tag, der verbindet und Verständnis schafft
Der Retreat ermöglichte den Projektpartnern einen tiefen Einblick in die täglichen Arbeitsabläufe des HNO-Teams im Projekt. Gleichzeitig bot er Raum für kollegialen Austausch, fachliche Diskussion und persönliches Kennenlernen – besonders für die Promovierenden, die in ihrer Projektarbeit eng miteinander verbunden sind.
Die offene Atmosphäre, die Motivation der Teilnehmenden und die vielen neuen Eindrücke machten den Tag zu einem wichtigen Meilenstein für die weitere Zusammenarbeit.
Ausblick
Mit den neu gewonnenen Einblicken und gestärkten Verbindungen geht das Projektteam motiviert in die nächsten Schritte. Der Retreat hat gezeigt, wie wertvoll es ist, Einblicke in die Arbeit der jeweiligen Partner zu erhalten – und wie sehr persönliches Kennenlernen zur erfolgreichen Zusammenarbeit beiträgt.